Die maurische Festung Alcazaba in Almería
Die Alcazaba in Almeria ist, gemeinsam mit der Muralla de San Cristobal und dem Castillo de San Cristobal eine der größten und beeindruckendsten Festungen Andalusiens (Al-Andalus) aus dem Mittelalter. Die Alcazaba liegt auf einer Anhöhe von 88 Metern die nicht nur die Stadt Almería dominiert, sondern auch erlaubt die Küste auf eine weite Strecke hinweg zu überwachen, was im Mittelalter von größter Bedeutung war.
Die Alcazaba war ab 955 die Residenz des Stadthalters, wurde zwischen 1012 und 1091 der Sitz von unabhängigen Kalifen bis die Festung im Jahr 1489, im Zug der Reconquista, von den katholischen Königen eingenommen und wurde schließlich von Stadthaltern des Gebietes benutzt. Nachdem ein Erdbeben im Jahr 1522 große Teile der Anlage zerstört hatte, wurde die Alcazaba von den christlichen Eroberern, mit einigen änderungen, wieder aufgebaut und die Moschee in eine Kapelle verwandelt.
Wer heute die Reste der Alcazaba in Almería besucht, stellt fest dass diese Festung nicht nur der Verteidigung diente, sondern ein Teil auch für den jeweiligen Herrscher reserviert war und sich in einem anderen Teil eine Stadt befand die im Mittelalter eine bedeutende wirtschaftliche Rolle für Andalusien spielte. Gleichzeitig kann man an der noch sichtbaren Architektur der Alcazaba auch die arabischen Elemente deutlich von den späteren christlichen Elementen unterscheiden, vorausgesetzt man rechnet für den Besuch der Alcazaba auch genügend Zeit ein oder folgt einer der Führungen, die jeweils am Samstag stattfinden, allerdings nur in spanischer Sprache.
Als Festung war die Alcazaba geradezu uneinnehmbar, denn die Mauern sind rund drei Meter dick und fünf Meter hoch, wobei man von den Türmen aus, bei klarem Wetter, eine Sicht von bis zu 55 Kilometer hat. Ab 1855 wurde die Alcazaba dann teilweise abgerissen und dem Verfall überlassen, bis ab dem Jahr 1930 die Regierung die historischen Güter Andalusiens wieder erhalten wollte und bereits ein Jahr später unter Schutz stellte. Zehn Jahre später begann man dann mit der Restauration der gesamten Anlage, wobei die Ausgrabungen allerdings bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen sind, also kleinere Teile der Festung weiterhin abgesperrt sind.
Während eines Besuchs der Alcazaba in Almería kann man zwar die Ruinen dieses monumentalen Bauwerks entdecken und vieles über die Anwendung der einzelnen Teile entdecken, nicht jedoch die Funde sehen die einen tieferen Einblick in das Leben der Kalife, Sultane und anderer Regenten jener Zeit ermöglichen. Diese Fundstücke können logischer Weise nicht in der Alcazaba aufbewahrt werden da der Massentourismus dies nicht erlaubt. Wer daher tiefer in jene Zeit eindringen will und auch mehr über die Alcazaba erfahren will, sollte auf jeden Fall auch das Museum in Almería besuchen und, für die wertvollsten Gegenstände, das Museum der Alhambra.
Die Sehenswürdigkeiten in der andalusischen Stadt Almería
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