El Mercado Central, die Markthalle in Almería
Bereits gegen 1840 wollte man in Almería eine zentral gelegene Markthalle (Meracdo Central) bauen, also in der Altstadt, nahe der Puerta de Purchena. Dies bedeutete dass die Markthalle auf ideale Weise von der Bourgeoisie der Stadt besucht werden konnte, beziehungsweise die Dienstmädchen der finanziellen Elite dort frische Ware kaufen konnte, die Angestellten also nicht mehr die einmal die Woche stattfindenden Märkte unter freiem Himmel besuchen mussten oder jeweils bei spezialisierten kleinen Händlern der Stadt die Lebensmittel erwerben mussten.
Allerdings sollte es noch bis 1892 dauern bis der Bau einer zentralen Markthalle in Almería der Realisation näher kam und der Architekt Antonio Martínez Pérez mit dem Bau des Mercado Central de Almería betraut wurde, wenn auch nicht exakt an der geplanten Stelle, da der Paseo (ein Teil der Rambla de Almería, erweitert und verlegt wurde und die Markthalle daher in ein neben liegendes Grundstück verlegt werden musste.
Im Jahr 1897 waren dann die Arbeiten an dieser Markthalle weitgehend abgeschlossen, wobei der Architekt, wie zu jener Zeit in ganz Europa üblich, weitgehend zu einer Eisenstruktur gegriffen hatte. Die Markthalle verfügte bereits zu jener Zeit um zwei Etagen und die Verkaufsstände befanden sich entlang der fünf Schiffe der Markthalle. Am Eingang der Seite der Straße Aguilar de Campoo befand sich zu jener Zeit die Skulptur einer Frau mit einem Fruchtkorb, wobei der Fruchtkorb den überfluss ausdrücken sollte.
Nachdem Marie Curie am 1. Mai 1931 bei einem Zwischenaufenthalt in Almería die Markthalle besucht hatte und von den Blumenhändlerinnen einen Strauss Blumen erhalten hatte, entschied man sich im Jahr 2018 einen Platz im Mercado Central de Almería nach der mehrmaligen Nobelpreisträgerin einen Platz in der Halle zu dedizieren.
Auch während des spanischen Bürgerkriegs spielte der Mercado Central de Almería eine wichtige Rolle, denn einerseits konnten die Bürger dort Schutz vor den Bomben suchen, zum anderen fand man hier einen der wichtigsten Zugänge zu den Katakomben, also den Tunnels unter der Stadt die als die Refugios de la Guerra Civil bekannt sind, also die kilometerlangen Schutzräume und Tunnels ausmachen die sehr viele Personen der Stadt retteten.
Im Jahr 1982 wurde die Markthalle erstmals in ihrem ursprünglichen Aussehen restauriert, aber nachdem wenige Jahre später die Struktur von Wasserinfiltrationen bedroht wurde, musste der Mercado Central de Almería geschlossen und weitgehend umgebaut werden, ohne jedoch ihr ursprüngliches Aussehen vollkommen zu verlieren. Erst im Jahr 2012 konnte die Markthalle in Almería in ihrem heutigen Aussehen wieder eröffnet werden.
Im Mercado Central de Almería werden insbesondere lokale Produkte angeboten, wobei die meisten Waren auch innerhalb Almería über Internet bestellt werden können und ins Haus geliefert werden.
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