La Rambla de Almería, die Promenadenstraße der Stadt
Auch wenn man in Almería nur von der Rambla spricht, so besteht sie, genau genommen, aus drei aneinander anschließenden Ramblas mit den Namen Rambla del Obispo, Rambla de Belén und Rambla de Amatisteros, die sich alle zwischen den beiden Straßen Avenida de Frederico García Lorca und der Avenida Reina Regente verläufen. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die gesamte Rambla in eine der wichtigsten Einkaufszonen und Vergnügungszonen Almerías, zumal die Rambla die Stadt nahezu vollständig von Nord nach Süd durchzieht.
Am 18. März 1891 legte der Stadtarchitekt Trinidad Cuartara einen neuen Plan vor nach dem die Ramblas um rund 400 Meter nach Osten verlegt werden sollten. Allerdings sollte dieser Plan aufgeschoben werden, da nur ein halbes Jahr nachdem der Plan genehmigt worden war, das gesamte Gebiet überschwemmt wurde und dort sehr bedeutende Schäden anrichtete, aber auch zahlreiche Tote zu beklagen waren. Nach der Katastrophe kamen mehrere Repräsentanten der Regierung nach Almería und auch die damalige Königin María Cristina versprach die Stadt finanziell zu unterstützen um den Neubau der Ramblas zu ermöglichen.
Zwischen 1893 und 1897 wurde schließlich die Rambla in der heutigen Form erbaut, allerdings erst nachdem auch Dämme gebaut worden waren und der Flusslauf geregelt war. Zu dieser Gelegenheit entstand auch das Monumento a la Caridad, also die Skulptur der Mitmenschlichkeit, die an die Opfer der Überschwemmung erinnern soll. Dies sollte auch die erste Skulptur Almerías sein.
Da Almería, insbesondere die Rambla, trotz der frühen Maßnahmen zum Schutz gegen Überschwemmungen, immer noch regelmäßig durch starke Regenfälle überschwemmt wurde, wurden zwischen 1991 und 2000 weitere acht Dämme zum Schutz der Stadt, und der Ramblas, errichtet, was, zumindest bisher, größere Katastrophen verhindern konnte.
Wer heute die Ramla in Almería entlang bummelt, findet allerdings auch eine Sammlung an bedeutenden Kunstwerken, außer der Estatua de la Caridad, denn entlang der drei Ramblas liegen auch die Werke el Encuentro (das Treffen), el Monumento a San Juan Bautista de la Salle (Johannes Baptist de La Salle), el Obelisco de la Rambla (der Obelisk der Rambla), la Fuente de los 103 Municipios (der Springbrunner der 103 Gemeinden), la Rosa de los Vientos (die Windrose), la Plaza de las Velas (der Platz der Segel), el Mirador de la Rambla (der Aussichtspunk der Rambla), los Lápices (die Bleistifte), la Fuente del Obelisco (der Springbrunner des Obelisk), la Plaza de los Niños (der Platz der Kinder) und el Anfiteatro de la Rambla (das Amphitheater der Rambla), also zahlreiche Werke die eng mit der Geschichte Almerías verbunden sind. An der Küste kann man schließlich auch noch la Ballena (der Wal) entdecken.
Die Sehenswürdigkeiten in der andalusischen Stadt Almería
Reiseführer der andalusischen Stadt Almería